Zwei Erbkrankheiten im Blick
Die Britisch Kurzhaar (BKH) trägt ein erhöhtes Risiko für zwei Erkrankungen: die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM), eine Verdickung des Herzmuskels, und die polyzystische Nierenerkrankung (PKD) – eine Erbkrankheit, die ursprünglich von der Perserkatze eingekreuzt wurde, als beide Rassen historisch vermischt wurden.
Anders als bei der Maine Coon gibt es für die BKH keinen zuverlässigen rassespezifischen HCM-Gentest. Die regelmäßige Herz-Ultraschalluntersuchung durch einen kardiologisch erfahrenen Tierarzt bleibt deshalb der wichtigste Baustein der Vorsorge – und ein wiederkehrender Kostenpunkt über die Lebenszeit der Katze.
Die Kosten im Überblick
Anschaffung (Züchter)
ab ca. 800 €
Futter pro Jahr
ca. 550 €
Routine-Tierarzt/Jahr
ca. 220 €
Die Grundkosten der BKH liegen im normalen Rahmen für Rassekatzen. Der Unterschied zu einem Mischling entsteht durch die empfohlenen zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen für Herz und Nieren – eine Investition, die sich bei früher Erkennung oft auszahlt, weil beide Erkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose besser behandelbar sind.
Versicherung: worauf achten
Beim Kauf lohnt sich der Blick auf die Gesundheitsnachweise der Elterntiere: Wurden sie per Echokardiografie auf HCM untersucht und liegt ein PKD-Test oder -Ultraschall vor? Das senkt das eigene Risiko spürbar. Beim Versicherungsvergleich sollte man gezielt prüfen, ob Vorsorgeuntersuchungen wie der Herzultraschall mitversichert sind – nicht jeder Tarif deckt das automatisch ab.
Realistische Jahreskosten
Für eine gesunde erwachsene Britisch Kurzhaar ohne diagnostizierte Vorerkrankung liegen die laufenden Jahreskosten realistisch bei etwa 1.000 bis 1.300 Euro pro Jahr, inklusive einer angemessenen Rücklage für die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen.
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